Energieerzeugung mit Zukunft - dezentral und regenerativ

In Berlin ist ein deutlicher Trend zu erkennen, der sich in den kommenden Jahren weiter fortsetzen wird: Neben den herkömmlichen Kraftwerken und Heizkraftwerken werden zunehmend kleinere dezentrale Erzeugungsanlagen in das Verteilungsnetz integriert. Dazu gehören Photovoltaikanlagen, Windräder, Blockheizkraftwerke in unterschiedlichster Größe und Bioenergie-Anlagen.

Die Photovoltaikanlagen und Windräder stellen für die Netzbetreiber eine besondere Herausforderung dar: Sie erzeugen den Strom nicht konstant. Zeitpunkt der Erzeugung und erzeugte Energiemenge hängen davon ab, wie der Wind weht und die Sonne scheint. Aber auch viele kleinere dezentrale Erzeugungsanlagen wie z.B. kleine BHKW speisen unabhängig vom tatsächlichen Strombedarf ein.

Anlagen in Berlin

Anzahl und Verbreitung im Stadtgebiet

Hier sehen Sie die Anzahl der regenerativen Erzeugungsanlagen und deren Verbreitung über das Berliner Stadtgebiet.

Anlagen in Berlin

Erzeugung der Anlagen in Berlin (in 2014)

Windkraft
Installierte Leistung (in KW) 4.300
Erzeugte Energie (in KWh)  5.883.585
Solarenergie
Installierte Leistung (in KW) 73.474
Erzeugte Energie (in KWh) 51.062.381
Biomasse
Installierte Leistung (in KW) 43.392
Erzeugte Energie (in KWh) 44.743.135

Der Blick in die Zukunft - regenerative Energieerzeugung in Nordostdeutschland

In Berlin selbst gibt es nicht genügend Möglichkeiten, um ausreichend Strom aus erneuerbaren Energien zu erzeugen. Das Berliner Umland jedoch bietet gute Bedingungen zur Erzeugung erneuerbarer Energien durch viel Platz für Windräder und Photovoltaik-Anlagen. Ein großer Teil des Stroms wird nciht direkt am Ort der Erzeugung verbraucht, sondern fließt in Ballungszentren, beispielsweise nach Berlin.

heute

In Berlin produzieren einige Anlagen Energie aus erneuerbaren Quellen. Diese Anlagen decken jedoch nicht den gesamten Bedarf Berlins an elektrischer Energie. Daher bezieht Berlin als wichtigster Vorortabnehmer erneuerbare Energie aus dem Umland. Damit werden bereits heute 22 % des Berliner Stromverbrauchs mit grüner Energie gedeckt.

bis 2023

Bis zum Jahr 2023 wird die Grünstromerzeugung in Berlin und Nordostdeutschland weiter steigen. Der Energiebedarf Berlins kann nicht aus Berliner Erzeugungsanlagen für grünen Strom gedeckt werden. Berlin wird weiterhin Energie aus erneuerbaren Quellen im Umland beziehen. Der Anteil an Strom aus erneuerbaren Energiequellen im Berliner Strommix steigt auf gut 50 %.

bis 2033

Berlin wird sich in 2033 weiterhin nicht komplett selbst mit grünem Strom versorgen können. Da sich die Erzeugung aus erneuerbaren Energien bis 2033 in Nordostdeutschland nahezu verdreifacht, wird der Berliner Stromverbrauch zu ca. 65 % aus erneuerbaren Energiequellen, insbesondere aus dem Umland, gedeckt werden.