Fragen und Antworten

Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen zu Anlagen gemäß dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz.

Was versteht man unter einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (KWK-Anlage)?

In einer KWK-Anlage wird z.B. mit einem Verbrenunnungsmotor mechanische Energie (Kraft) und thermische Energie (Wärme) erzeugt. Die mechanische Energie wird mit einem Generator in elektrische Energie umgewandelt. Durch die gleichzeitige Erzeugung und Nutzung von Strom und Wärme (Kopplung) wird gegenüber der separaten Erzeugung ein höherer Wirkungsgrad erzielt.

Was ist ein Blockheizkraftwerk (BHKW)?

Ein BHKW ist eine KWK-Anlage. Die Energie für den Stromgenerator wird in der Regel durch einen Verbrennungsmotor zur Verfügung gestellt. Als Brennstoff können unterschiedliche Primärenergieträger, wie z.B. Diesel, Pflanzenöl, Erdgas oder Biogas zum Einsatz kommen.

Welche Förderprogramme gibt es für KWK-Anlagen?

Je nach Primärenergieträger können unterschiedliche Förderungen in Anspruch genommen werden. Für die Auszahlung auf Grundlage des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) oder des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ist Ihr Netzbetreiber zuständig.

Hierzu stehen wir Ihnen beratend gerne zur Verfügung. Weiterführende Informationen zu KWK-Anlagen nach Maßgabe des EEG, entnehmen Sie bitte unseren Informationen zum EEG auf dieser Seite: Erneuerbare Energien.

Wie lange dauert die Bearbeitung eines Anschlussantrages einer Erzeugungsanlage?

Bei Anlagen bis 30 kW dauert die Beantwortung in der Regel 5 Werktage. In dieser Zeit erhält der Kunde ein Angebot, bzw. eine Bestätigung zur gestellten Anfrage. Voraussetzung hierfür ist das Vorliegen aller benötigten Unterlagen.

Wer muss den Anschlussantrag für eine Erzeugungsanlage beim Netzbetreiber stellen?

Der Antrag kann vom Betreiber der Anlage gestellt werden, wird aber in der Regel vom Errichter gestellt.

Wird ein vorhandener Netzanschluss immer als Einspeisepunkt verwendet?

Es wird grundsätzlich geprüft, ob die Leistung am vorhandenen Anschluss und dem anliegenden Netz aufgenommen werden kann. Ergibt die Netzverträglichkeitsprüfung, dass die Energie am vorhandenen Anschluss aufgenommen werden kann, erhält der Betreiber der Anlage eine Bestätigung. Ansonsten wird geprüft, unter welchen Voraussetzungen die Energie im Verteilnetz aufgenommen werden kann und dann ein entsprechendes Angebot erstellt.

Wann erhalte ich meine Vergütung?

Nach der Inbetriebnahme der KWK-Anlage nach Maßgabe des KWKG, stellt der Einspeiser dem Netzbetreiber folgende Unterlagen zur Verfügung:

  • Inbetriebsetzungsprotokoll mit den Unterschriften des Betreibers und des Errichters der Anlage.
  • Kundeninformationsblatt (enthält die persönlichen Daten des Anlagenbetreibers)
  • Nachweis der Anmeldung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Nach Erhalt der kompletten Unterlagen wird ein Einspeisevertrag erstellt und dem Betreiber übersendet. Nach Abschluss des Vertrages wird die Vergütungszahlung aufgenommen.

Wie hoch ist meine Vergütung?

Die Vergütung der KWK-Anlage nach Maßgabe des KWKG richtet sich nach dem Inbetriebnahmezeitpunkt und der Anlagenleistung. Zur Anrechnung kommen die zum Inbetriebnahmezeitpunkt gültigen Vergütungssätze gemäß dem KWKG.

Entstehen mir Kosten für Zählersetzung etc.?

Die Kosten für die Zählersetzung trägt die Stromnetz Berlin GmbH. Die erforderlichen Elektroinstallationsarbeiten trägt der Anlagenbetreiber. Zusätzlich muss dieser die Kosten für die Messung, den Messstellenbetrieb und die Abrechnung tragen. Die Kosten sind in unserem Preisblatt hinterlegt.