Investitionen

Über unser Berliner Stromnetz werden rund 2,3 Millionen Haushalte und Gewerbetreibende versorgt. Jährlich benötigen sie rund 14 Milliarden Kilowattstunden, soviel Strom, wie ein ICE bräuchte, um 200 Jahre nonstop zu fahren. Um das Netz instand zu halten, zu modernisieren und mit intelligenter Technik auszurüsten investieren wir jedes Jahr einen dreistelligen Millionenbetrag.

Intelligent gesteuert

Damit das Netz reibungslos funktioniert, statten wir es mit intelligenter Steuerungstechnik aus und entwickeln es gleichzeitig zu einem der smartesten Metropolennetze Europas. Zusätzliche Technik ermöglicht die zentrale Überwachung und Steuerung aus der Netzleitstelle. Der entscheidende Vorteil: Kommt es zu einem Stromausfall, können die Mitarbeiter schnell reagieren und den Strom auf andere Versorgungswege umschalten. Dadurch lassen sich die Stromausfallzeiten noch weiter begrenzen.

Hochmodern: Netzknoten Charlottenburg

Ein Meilenstein zum Netzausbau erfolgt im Stadtbezirk Charlottenburg. Hier beginnt das größte Investitionsprojekt in der Geschichte des Stromnetzes: In einem der einwohnerstärksten Bezirke Berlins, entsteht für 72 Millionen Euro ein hochmoderner Netzknoten in einem neuen Gebäude mit neuer Hochspannungs- und Steuerungstechnik.

Zentraler geht's nicht: Europacity bekommt eigenes Umspannwerk

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Berliner Hauptbahnhof entsteht die Europacity. Dieser Stadtteil wird Elektrizität aus seinem eigenen 110/10-Kilovolt-Umspannwerk in der Sellerstraße beziehen. In das gesamte Vorhaben investiert die Stromnetz Berlin GmbH mehr als 30 Millionen Euro.

Langfristige Sicherung der Versorgungsqualität durch ein neues Umspannwerk in Wuhletal

Sichere Stromversorgung erfordert auch neue bzw. moderne Technik. Das jetzige Umspannwerk sowie seine Schaltanlagen und Transformatoren haben die betriebliche Lebensdauer erreicht. Mit der Errichtung des neuen Umspannwerkes ist die hohe Versorgungsqualität für insgesamt etwa 64.700 Haushalte sowie 3.500 Industrie- und Gewerbekunden im Wuhletaler Umfeld langfristig gesichert.

Abschied von Hochspannungsfreileitungen

Schrittweise werden die weithin sichtbaren Hochspannungsfreileitungen im Berliner Stadtgebiet durch unterirdische Legung von Hochspannungskabeln ersetzt. Im Westteil Berlins sind alle Hochspannungsfreileitungen bereits zurückgebaut. Positive Nebeneffekte des Rückbaus sind höhere Übertragungsleistungen der Kabelanlagen und ein schöneres Stadtbild. Ziel der Stromnetz Berlin GmbH ist es bis zum Jahr 2030 die Stadt ohne den Einsatz von Hochspannungsmasten mit Elektroenergie zu versorgen.

Sanierungen im Netz schreiten voran

In den kommenden zwei Jahren werden wir in einigen Gebieten das Mittel- und Niederspannungsnetz verstärken. Die erforderlichen Sanierungen kosten ca. 38 Millionen Euro. In den Stadtteilen Hohenschönhausen, Mahlsdorf und Britz haben wir mit dem Bauvorhaben bereits begonnen, weitere Bezirke folgen. Die Notwendigkeit dafür hat unser modernes Kabeldiagnosemanagement ermittelt.