Konzession für das Berliner Stromnetz

In Deutschland wird die Nutzung von leitungsgebundenen Versorgungsmedien, wie zum Beispiel dem Stromnetz, durch Konzessionen geregelt. Ein Konzessionsvertrag sichert einem Energieversorgungsunternehmen das Recht zur Benutzung öffentlicher Straßen, Wege und Plätze für die Verlegung von Leitungen sowie den Netzbetrieb. Im Gegenzug erhält die jeweilige Kommune dafür eine Konzessionsabgabe. In der Regel haben Konzessionsverträge eine Laufzeit von 20 Jahren. Die Stromnetzkonzession für Berlin lief Ende 2014 aus. Als langjähriger Verteilungsnetzbetreiber bewerben wir uns um die Wiedererlangung der Konzession.

Sicherheit durch über 130 Jahre Erfahrung

Ein kompetent betriebenes, zuverlässiges Stromnetz ist gerade unter den Bedingungen der Energiewende wichtiger denn je. Das 36.000 km lange Berliner Stromnetz wird bereits seit mehr als 130 Jahren durch die Stromnetz Berlin und ihre Vorgängerunternehmen betrieben. Wir haben es aufgebaut, kontinuierlich erweitert und den Anforderungen der jeweiligen Zeit angepasst. Unsere Erfahrung bringt Sicherheit. Heute gehört das Berliner Stromnetz zu den zuverlässigsten in ganz Europa.

Investitionen für eine wachsende Metropole

Neben dem zuverlässigen Betrieb und der Instandhaltung des Stromnetzes gehört auch dessen Ausbau aufgrund der ständig wachsenden Einwohnerzahl und die Weiterentwicklung zu einem Smart Grid, zum Beispiel durch Automatisierung, zu den Aufgaben von Stromnetz Berlin. Jedes Jahr geben wir über 250 Millionen Euro für die Netzinfrastruktur aus.

Wie läuft das Konzessionsvergabeverfahren ab?

Durch die Veröffentlichung sowohl im Bundesanzeiger als auch im Amtsblatt der Europäischen Union hat das Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Finanzen, das Auslaufen des Konzessionsvertrags Strom bekannt gemacht und mit dem Verfahren für eine Neuvergabe der Konzession begonnen.

Das Vergabeverfahren gliedert sich in verschiedene Schritte: Zunächst werden alle Bewerber aufgefordert, ihre grundsätzliche Eignung zum Netzbetrieb nachzuweisen. Anschließend werden die geeigneten Bewerber aufgefordert, erste indikative Angebote abzugeben. Nach Prüfung dieser noch unverbindlichen Angebote sowie individuellen Gesprächen mit den Bietern, erfolgt die Aufforderungen zur Einreichung finaler Angebote. Daraus wird anhand der zuvor definierten Auswahlkriterien das beste Angebot ausgewählt. Die Auswahlentscheidung muss schließlich vom Berliner Abgeordnetenhaus bestätigt werden.

Wer vergibt die Konzession?

In Berlin ist die zuständige Vergabestelle für Konzessionen die Senatsverwaltung für Finanzen. Sie vergibt die auslaufenden Wegenutzungsverträge für Strom und Gas gemäß § 46 EnWG in einem transparenten und diskriminierungsfreien Verfahren. Den aktuellen Stand der Konzessionsverfahren können Sie den Internetseiten der Senatsverwaltung für Finanzen entnehmen.