Einspeisemanagement

Das Einspeisemanagement für Erzeugungsanlagen unterstützt Verteilungsnetzbetreiber die Erzeugung und den Verbrauch in ihrem Netzgebiet im Gleichgewicht zu halten. Die Verteilungsnetzbetreiber nehmen dabei eine Schlüsselstellung für die Integration von Energie aus erneuerbaren Quellen ein.

In einigen Situationen ist es erforderlich, dass eine Beeinflussung der Anlagen zur Erzeugung von Strom vorgenommen werden muss. Gründe dafür können Netzengpässe im lokalen Verteilungsnetz, im vorgelagerten Übertragungsnetz oder eine Bedrohung der Systemstabilität sein.

Einspeisemanagement
Legende Einspeisemanagement

Mit dem durch die Stromnetz Berlin GmbH konzipierten und betriebenen Einspeisemanagement kann

  • die Einspeiseleistung aus der Ferne beeinflusst und
  • Daten über die jeweilige Ist-Einspeisung jeder einzelnen Anlage abgerufen werden.

Das Einspeisemanagement beinhaltet folgende Module:

  • Kommunikationsmodem
  • Steuereinheit
  • Messwertumformer
  • Zähler

Steuerung der Einspeisung

Der Übertragungsnetzbetreiber stellt z. B. fest, dass mehr Energie von Erzeugungsanlagen in das Netz eingespeist wird, als durch die angeschlossenen Verbraucher oder durch die Weiterleitung in andere Netzgebiete genutzt wird. Die Netzfrequenz steigt an. Der Übertragungsnetzbetreiber fordert den Verteilungsnetzbetreiber auf, die Erzeugungsleistung in seinen Netzgebiet zu reduzieren.

Der Verteilungsnetzbetreiber sendet dafür ein Signal zur Reduzierung der Einspeiseleistung an das Einspeisemanagement der Erzeugungsanlagen. Mit dem Signal wird die Reduzierung der Einspeiseleistung festgelegt. Die Einsenkung kann in einem oder mehreren Schritten auf die Werte 60%, 30% oder 0% erfolgen. Das Einspeisemanagement steuert die Erzeugungsanlage, so dass die Erzeugungsleistung auf den signalisierten Wert abgesenkt wird.

Die Einsenkung wird kontrolliert, indem mit dem Messwertumformer und dem Zähler die Erzeugungsleistung gemessen wird. Nach der erfolgreichen Einsenkung wird über das Einspeisemanagement der Verteilungsnetzbetreiber informiert, der nachfolgend dem Übertragungsnetzbetreiber eine Rückmeldung gibt.

Auf dem selben Weg erfolgt auch die gegensätzliche Meldung, so dass die Einspeiseleistung der Erzeugungsanlagen wieder auf den Wert 100% angehoben wird.