23.03.2015

Sinkender Stromverbrauch und steigende Investitionen senken 2014 Gewinn beim Stromnetz

Die Stromnetz Berlin GmbH hat ihre Investitionen in das Berliner Stromnetz im vergangenen Jahr um rund 20 Prozent auf 139 Millionen Euro erhöht (Investitionen 2013: 116 Millionen Euro). Gleichzeitig haben die Berliner Kunden unter anderem durch den Einsatz von energieeffizienteren Geräten und Prozessen 4,8 Prozent weniger Strom verbraucht als im Vorjahr. Die steigenden Ausgaben in das Berliner Stromnetz und der sinkende Stromverbrauch haben das Jahresergebnis der Stromnetz Berlin GmbH um rund ein Drittel gegenüber dem Vorjahr reduziert (2013: 121 Millionen Euro / 2014: 80 Millionen Euro).

„Dass die notwendigen Investitionen für den zügigen Netzumbau auf unsere Gewinne drücken, ist keine Überraschung“, erklärt Dr. Helmar Rendez, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stromnetz Berlin GmbH. „Wir folgen vielmehr unseren langfristigen Investitionsplanungen, die auch für die kommenden Jahre steigende Ausgaben vorsehen“, so Rendez weiter. Der geringere Stromabsatz im Jahr 2014 trage zusätzlich zum gesunkenen Gewinn bei, erklärte Rendez. Wenn insgesamt weniger Strom durch das Netz geleitet werde, wirke sich das automatisch auf die Geschäftszahlen des Netzbetreibers aus. Neben Energiesparmaßnahmen - insbesondere bei den Haushaltskunden - hat sich zudem die mildere Witterung im Herbst und Winter auf den Stromabsatz ausgewirkt.

Das Berliner Unternehmen hat im Jahr 2014 einen neuen Investitionsrekord aufgestellt. Der Baubeginn des neuen Umspannwerks für die Europacity sowie die weitere Smart-Grid-Ertüchtigung des Netzes waren zwei der wichtigsten Investitionsmeilensteine des Jahres 2014. Auch in 2015 und den folgenden Jahren setzt die Stromnetz Berlin GmbH ihre kontinuierliche Netzerneuerung fort und investiert bis zum Jahr 2023 insgesamt rund 1,4 Milliarden Euro in das Berliner Stromnetz. Der in diesem Jahr beginnende Neubau des Kabelknotenpunktes in Berlin-Charlottenburg stellt mit 72 Millionen Euro die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Berliner Stromnetzes dar.

Obwohl alle Großprojekte des Netzbetreibers europaweit ausgeschrieben werden, setzen sich regelmäßig lokale Handwerks- und Industriebetriebe durch. Dadurch fließen rund zwei Drittel der Ausgaben in das Berliner Netz an Unternehmen der Region Berlin-Brandenburg.