28.01.2015

Jahresausblick 2015: Startschuss für das größte Investitionsprojekt in der Geschichte des Berliner Verteilungsnetzes

Die Stromnetz Berlin GmbH, Verteilungsnetzbetreiberin der Hauptstadt, kündigte in ihrem heutigen Jahrespressegespräch an, 2015 die größte Einzelinvestition in ihrer 130-jährigen Geschichte zu tätigen: In Charlottenburg, einem der einwohnerstärksten Bezirke Berlins, entsteht für 72 Millionen Euro ein hochmoderner Kabelknotenpunkt mit neuen Mittel- und Hochspannungskabeln sowie fernsteuerfähigen Umspannwerken, die den Anforderungen der stetig wachsenden Metropole auf Jahrzehnte entsprechen. Dieses Vorhaben zahlt auf das Kernziel von Stromnetz Berlin ein, das städtische Verteilungsnetz zum smartesten Metropolennetz Deutschlands zu entwickeln.

Neben den Investitionen in die Infrastruktur hat Stromnetz Berlin die Voraussetzungen für einen neuen günstigen Elektromobilitätstarif geschaffen, den Vertriebe ihren Kunden anbieten können. Das Besondere an diesem Tarif sind eine reduzierte Konzessionsabgabe und verminderte Netznutzungsentgelte. Er soll das Fahren von Elektrofahrzeugen attraktiver machen und zunehmend mehr Fahrer zum „Umsteigen“ bewegen. „Ein intelligentes Netz ist erst dann wirklich smart, wenn es von den Kunden als solches erkannt und genutzt wird. Es ist keine ‚Einbahnstraße‘. Dafür müssen wir aber Anreize schaffen“, erklärt Dr. Helmar Rendez, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stromnetz Berlin GmbH.

Insgesamt summieren sich die diesjährigen Ausgaben in die Netzinfrastruktur auf 288 Millionen Euro. Wie bereits in den Vorjahren fließen circa 70 Prozent dieser Ausgaben an Unternehmen aus Berlin und Brandenburg. Obwohl alle Großprojekte des Netzbetreibers europaweit ausgeschrieben werden, setzen sich regelmäßig lokale Handwerks- und Industriebetriebe durch.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Olympia-Kampagne „Wir wollen die Spiele! Berlin für Olympia“ des Berliner Senats und Berlin Partner bezieht Rendez klar Position: „Die Hauptstadt ist bereit für Olympia und unser Netz ist es auch. Wir unterstützen die Stadt nach Kräften dabei, die Spiele 2024 nach Berlin zu holen."