14.10.2014

Smart Grid-Innovationen des Berliner Verteilungsnetzes auf der belektro

Vom 15.bis 17. Oktober begrüßt die Stromnetz Berlin GmbH, Verteilungsnetzbetreiber in der Hauptstadt, alle interessierten Gäste an ihrem Messestand auf der belektro - Fachmesse für Elektrotechnik, Elektronik und Licht. Im Fokus des diesjährigen Messesauftritts steht das Thema Smart Grid. Mit Hilfe anschaulicher Exponate haben die Messebesucher Gelegenheit, die oftmals unsichtbaren und komplexen Smart Grid-Technologien kennenzulernen und besser zu verstehen. Den Stand von Stromnetz Berlin finden Interessierte auf der

Messe Berlin,
Messedamm 22,
Eingang Süd
in Halle 3.2,
Standnummer 212.

Als erster Verteilungsnetzbetreiber Deutschlands nutzt Stromnetz Berlin Funkrufnetztechnik zur Netzsteuerung. Unter dem Namen StromPager setzt das Unternehmen die Pager-Technologie - bewährt im langjährigem Einsatz bei Behörden und Rettungsdiensten - zur (Fern-)Steuerung in Kundenanlagen von der Netzleistelle aus ein. Premiere feierte die Technologie mit der Einweihung des neuen Umspannwerkes in Berlin-Britz im September dieses Jahres. Ab 2015 wird der Service auf das gesamte Stadtgebiet ausgerollt. Perspektivisch wird der StromPager die rund 30.000 Verbrauchsanlagen wie Wärmepumpen oder Elektrospeicherheizungen sowie Erzeugungsanlagen, z.B. Photovoltaik, in Berlin steuern.

Stromnetz Berlin löst mit der Funkrundsteuerung die bisher im Einsatz befindliche Tonfrequenzrundsteuerung ab. Vorteile des neuen Systems liegen in seiner Ausfallsicherheit, der umfassenden Netzabdeckung sowie den niedrigen Wartungs- und Betriebskosten. Für Haushaltskunden sind mit der Systemausrollung keine finanziellen Aufwendungen verbunden. Entwickelt hat die Stromnetz Berlin GmbH das System gemeinsam mit den beiden Berliner Unternehmen Bosch Software Innovations und e*Message.

Ein weiterer Themenschwerpunkt am Messestand von Stromnetz Berlin ist die Fernsteuerung von Mittelspannungsstationen. Diese neue Technologie verkürzt die Dauer von Stromausfällen signifikant. Hierzu rüstet Stromnetz Berlin sukzessive rund 3.000 der über 11.000 Kunden- und Netzstationen im gesamten Stadtgebiet mit intelligenter Fernsteuerungstechnik aus und investiert bis 2023 dafür rund 30 Mio. Euro. Bis dahin plant Stromnetz Berlin, das Fernsteuerungskonzept flächendeckend zu realisieren.

Fast 1.000 Stationen sind bereits fernsteuerbar ausgestattet. Mit dieser Technik können bei Stromausfällen im Mittelspannungsnetz etwa die Hälfte der betroffenen Kunden bereits innerhalb weniger Minuten wiederversorgt werden. Dadurch halbiert sich die durchschnittliche Dauer der Stromausfälle und die Versorgungszuverlässigkeit wird erhöht.