Doppelter Stromausfall am Alexanderplatz

23.06.2015

Gestern und heute ist es innerhalb von knapp zwanzig Stunden zu einem doppelten Stromausfall am Alexanderplatz gekommen, bei dem auch der Berliner Verlag (Berliner Zeitung, Berliner Kurier) betroffen war.

Gestern und heute ist es innerhalb von knapp zwanzig Stunden zu einem doppelten Stromausfall am Alexanderplatz gekommen, bei dem auch der Berliner Verlag (Berliner Zeitung, Berliner Kurier) betroffen war.

Auslöser des Stromausfalls war ein durch eine Ratte verursachter Kurzschluss in einer Netzstation in der Memhardtstraße, die zum Versorgungsgebiet des Umspannwerk Koppenplatz gehört. Infolge dieses Kurzschlusses ist es in einem so genannten Vollring – sprich einer Kette von insgesamt zwölf Netzstationen abgehend vom Umspannwerk Koppenplatz – zu einem Stromausfall gekommen. Zu den 381 Haushalten und 112 Gewerbeanschlüssen gehörte auch der Berliner Verlag. Der Stromausfall erfolgte um 17:28 Uhr und war um 18:45 Uhr beendet.

Vermutlich als Folge der gestrigen Unterbrechung ist es heute Mittag um 12.26 Uhr erneut zu einem Ausfall gekommen. Der Grund hierfür war ein Kabelfehler in einem Mittelspannungskabel (10 kV-Ebene), das zwei der oben erwähnten zwölf Netzstationen miteinander verbindet. Es wird aktuell davon ausgegangen, dass das Kabel durch die Störung des Vollrings am gestrigen Abend in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Dazu Stromnetzchef Helmar Rendez: „Wir verstehen die Verärgerung beim Berliner Verlag und allen anderen Betroffenen. Anspruch von Stromnetz Berlin ist es, die bestmögliche Versorgung der Stadt zu gewährleisten. Dafür, dass dies in den letzten 24 Stunden für die Anschlusskunden am westlichen Teil des Alexanderplatzes nicht funktioniert hat, möchten wir uns in aller Form entschuldigen. Wir gehen davon aus, dass nicht nur der Berliner Verlag diesen Stromausfall zum Anlass nehmen wird, sich intensiver mit der Stromversorgung der Stadt zu beschäftigen. Das ist verständlich und begrüßenswert. Stromnetz Berlin wird den Medien in den kommenden Tagen Informationen und Materialen zur Verfügung stellen, die ein unabhängiges Urteil über die Versorgungsqualität der Hauptstadt zulassen. Den anlässlich des doppelten Stromausfalls sicher auch kritischen Dialog über das Berliner Netz führen wir gerne.“