27.11.2015

Richtfest am neuen Umspannwerk - modernste Technik für Berlins Stromnetz

Nach rund 14 Monaten Bauzeit fand heute das Richtfest am Rohbau eines neuen Umspannwerkes in Berlin-Wedding statt. Die Stromnetz Berlin GmbH, Betreiberin des Stromverteilungsnetzes der Hauptstadt, lud aus diesem Anlass Politiker und ansässige bzw. zukünftige Kunden sowie die am Neubau beteiligten Firmen zum gemeinsamen Richtspruch ein. Das Umspannwerk (UW) Sellerstraße, für dessen Neubau und Integration in das Verteilungsnetz der Netzbetreiber rund 35 Millionen Euro ausgibt, wird nach seiner Fertigstellung im Frühjahr 2018 circa 19.000 Haushalts- und 3.000 Gewerbekunden in Berlins Mitte mit Strom versorgen. Insbesondere für die Versorgung des Entwicklungsgebietes „Europacity“ und der Randbebauung am Hauptbahnhof sowie zur Entlastung benachbarter Netzgebiete wird das neue Umspannwerk eine wichtige Funktion wahrnehmen.

Ausgestattet mit modernster Schalt- und Steuertechnik trägt das UW Sellerstraße dann nicht nur zur Verringerung des Risikos von Stromausfällen bei. Auch sehr kurze Wiederversorgungszeiten im Störungsfall sind so möglich, da die Anlage in die zentrale Steuerung des Berliner Stromnetzes integriert ist.

„Zur Erhöhung der Attraktivität Berlins als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort wird eine sichere zuverlässige und intelligente Stromversorgung weiter an Bedeutung gewinnen“, betonte Thomas Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stromnetz Berlin GmbH, in seinem Grußwort anlässlich des Richtfestes. „Wir als Netzbetreiber sind uns der besonderen Verantwortung für diese Stadt bewusst und richten daher unser Handeln konsequent an den Anforderungen der wachsenden Metropole und denen unserer Kunden aus.“

Herzstücke des neuen Umspannwerkes werden eine gasisolierte und sehr platzsparende 110-kV-Hochspannungsschaltanlage sowie eine luftisolierte 10-kV-Schaltanlage. Der Neubau soll nach seiner Inbetriebnahme über eine gesicherte Leistung von 63 Megavoltampere (MVA) verfügen. Das Gebäude wird in enger Abstimmung mit dem Eigentümer des Nachbargrundstücks, dem Stadtplanungsamt und dem Baukollegium Berlin errichtet. Es wird eine Fassade aus Profilglassteinen erhalten und mit der geplanten Bebauung auf dem nebenliegenden Grundstück korrespondieren.

Der Neubau im Wedding ist nicht das einzige Infrastrukturprojekt, das Stromnetz Berlin derzeit umsetzt: Eine Reihe weiterer Netzausbaumaßnahmen wie beispielsweise die Errichtung eines neuen 110-kV-Netzknotens in Charlottenburg sowie die weitere Automatisierung des Mittelspannungsnetzes sind in Arbeit. Für diese und weitere Projekte zum Ausbau und Erhalt des Verteilnetzes der Hauptstadt gibt das Unternehmen allein im Jahr 2015 rund 280 Millionen Euro aus.


Faktenblatt Umspannwerk Sellerstraße.pdf

Neubau Umspannwerk Sellerstraße
Der Bau des Umspannwerks (UW) Sellerstraße versorgt seit seiner Fertigstellung im Frühjahr 2018 circa 19.000 Haushalts- und 3.000 Gewerbekunden in Berlins Mitte mit Strom.

Bild_Entwurf_UW_Sellerstr._106978317.jpg

Entwurf Gebäude UW Sellerstr.