17.01.2019

Bundesnetzagentur bescheinigt Stromnetz Berlin „Supereffizienz“

2016 hatte die Bundesregierung Änderungen bei der Anreizregulierung beschlossen. Damit sollten neue Herausforderungen, vor denen Verteilungsnetzbetreiber im Zuge der Energiewende stehen, berücksichtigt werden. Insbesondere die intensive Investitionstätigkeit der Netzbetreiber beim Um- und Ausbau ihrer Netze sollte in einem modernisierten Regulierungsrahmen Einzug finden und so beispielsweise auch die Entwicklung intelligenter Netze besonders fördern.

Im kürzlich erfolgten bundesweiten Effizienzvergleich der Verteilnetzbetreiber hat die Stromnetz Berlin (SNB) eine herausragende Leistung erreicht. Dem Berliner Verteilungsnetzbetreiber wurde von der Bundesnetzagentur nicht nur ein Effizienzwert von 100 Prozent, sondern darüber hinaus noch die höchstmögliche „Supereffizienz“ in Höhe von 105 % attestiert. Das bedeutet, dass der Stromnetz Berlin in der aktuellen Regulierungsperiode (2019 – 2023) ein zusätzlicher Effizienzbonus von jährlich etwa 3 Millionen Euro durch die Bundesnetzagentur bei der Kostenprüfung zugestanden wurde. Honoriert werden damit bereits erfolgte Effizienzanstrengungen.

Tatsächlich liegen die Netznutzungsentgelte der SNB im deutschen Vergleich besonders niedrig. Für einen typischen Haushaltskunden in Deutschland mit 3.500 Kilowattstunden (kWh) Jahresverbrauch wird in Berlin nur 5,87 cent/kWh gezahlt, während im bundesdeutschen Schnitt dafür ca. 7,27 cent/kWh anfallen (Quelle: BDEW, Strompreisanalyse 2018).

Die Supereffizienz ist das Ergebnis des bundesweiten Effizienzvergleichs für die dritte Regulierungsperiode (2019-2023). Der Effizienzbonus wird nur Netzbetreibern ausgeschüttet, die es über innovative Ansätze geschafft haben, ihre Kosten auch über ein effizientes Niveau hinweg zu senken. Damit erhalten diese Unternehmen einen Anreiz, weiterhin an innovativen, kosteneffizienten Lösungen zu arbeiten. Aufgrund der sinkenden Kosten profitieren die Kunden in Form sinkender Netzentgelte.