20.02.2019

Stromausfall in Köpenick: Alle 34.000 Kunden wiederversorgt

Horizontale Bohrarbeiten einer Tiefbaufirma hatten am 19. Februar um 14:10 Uhr zwei 110-kV-Kabelsysteme am Zugang zur Salvador-Allende-Brücke im Bezirk Köpenick durchtrennt und einen großflächigen Stromausfall verursacht. Rund 34.000 Kunden waren für rund 31 Stunden vom Netz. Der Grund für die ungewöhnlich lange Störung: Komplexe bauliche Herausforderungen an der Schadensstelle und Reparaturarbeiten auf engstem Raum. Seit 21:22 Uhr werden alle betroffenen Kunden wieder mit Strom versorgt. 

Ab 18:58 Uhr konnten bereits rund 5.000 Haushalte in der Köpenicker Altstadt sowie sensible Kunden wie Krankenhäuser mittels einer provisorischen Teilversorgung sukzessive zugeschaltet werden. Die Reparaturen am ersten der zwei betroffenen Kabelsysteme liefen parallel weiter. Um kurz vor 21 Uhr wurde das Kabel in Betrieb genommen. Die noch fehlenden Haushalte wurden ab 21:22 Uhr wieder mit Strom versorgt.

Jürgen Schunk, Leiter des Krisenstabs bei der Stromnetz Berlin GmbH, erklärt die außergewöhnlich lange Dauer des Stromausfalls: „Einen derartigen Fall hat es in Berlin noch nicht gegeben. Beide Kabelsysteme wurden bei der Bohrung vollständig durchtrennt und unsere Monteure mussten die Reparaturarbeiten am Zugang zur Brücke auf engstem Raum durchführen. Sicherheit und Sorgfalt standen dabei an oberster Stelle. Die Kollegen haben die Nacht hindurch bis zum späten Abend des Folgetages gearbeitet, um unsere Kunden wieder mit Strom zu versorgen.“ 

In den kommenden Tagen wird das zweite Kabelsystem instandgesetzt und die Redundanz im Bereich der Salvador-Allende-Brücke wiederhergestellt.

Herstellung der Kabelmuffen