30.10.2020

2.960 km vom Drachenspielplatz bis nach Santiago de Compostela

Stromnetz Berlin gestaltet Deutschlands erste Jakobsweg-Trafostation

Warum vom BER in den Urlaub fliegen, wenn der Jakobsweg vor der eigenen Haustür beginnt? Heute wurde am Drachenspielplatz in der Sembritzkistraße (Berlin-Steglitz) die erste Jakobsweg-Trafostation eingeweiht. An dem Termin zur feierlichen Enthüllung des vom Künstler Mario Winkler gestalteten Trafohäuschens nahmen Frank Mückisch, Stadtrat für Bildung, Kultur, Sport und Soziales des Bezirkes Steglitz-Zehlendorf, Claudia Rathfux, Prokuristin und Leiterin Kunden- und Marktbeziehungen der Stromnetz Berlin GmbH, und Jörg Steinert vom Präsidium der Jakobusgesellschaft Brandenburg-Oderregion teil.

Bereits zu Beginn der Sommerferien hat Stromnetz Berlin mehrere Jakobsweg-Stromkästen in Tempelhof-Schöneberg und Steglitz-Zehlendorf mit Kilometer-Angaben versehen und als Wegweiser für den berühmten Pilgerweg eingeweiht. Nun wurde von Berlins Verteilungsnetzbetreiber das erste Trafohäuschen mit Jakobsweg-Motiven gestaltet. Dazu Claudia Rathfux: „Mit der neu gestalteten Trafostation fügen wir der ‚Beschilderung‘ des Berliner Teils des Jakobsweges ein weiteres optisch ansprechendes Element hinzu. Wir freuen uns, wenn wir damit die Sichtbarkeit dieses Kulturweges in unserer Stadt weiter verbessern können und hoffen auch, dass sich quer durch alle Berliner Bezirke weitere Unterstützer für die Wegmarkierung finden.“

Ab dem Drachenspielplatz in Steglitz-Zehlendorf sind es noch 2.960 Kilometer nach Santiago de Compostela. Für die Reise ab hier benötigen erfahrene Fuß-Pilger etwa drei Monate.

Seit mehr als 30 Jahren stärkt der Europarat den Zusammenhalt durch länderverbindende Kulturwege - der allererste Kulturweg war 1987 der Jakobsweg. Dabei sind die Pilgerwege in Deutschland zunehmend gut gekennzeichnet. In Berlin war dies lange kein Thema, bis im Dezember 2019 die Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg auf Initiative von Jörg Steinert beschlossen hat, dass auch der durch Berlin führende Jakobsweg – die Via Imperii – ausgeschildert werden soll. Die Jakobusgesellschaft Brandenburg-Oderregion e. V. begrüßte diesen politischen Beschluss sehr.

Im Jahr 2019 kamen 347.578 Pilgerinnen und Pilger aus 190 Nationen in Santiago an. Aufgrund der Corona-Pandemie und der Vermeidung von Auslandsreisen pilgerten in diesem Jahr viele Menschen verstärkt auf Jakobswegen in Deutschland.

v.l.n.r. Bezirksstadtrat Frank Mückisch, Initiator Jörg Steinert, Claudia Rathfux (Stromnetz Berlin) und Künstler Mario Winkler