Grundsteinlegung für neues Umspannwerk in Berlin-Marzahn

10.11.2022

Investition in eine leistungsfähige Stromversorgung der Zukunft

„Noch nie in seiner mehr als 130jährigen Geschichte wurde so viel in das Berliner Stromnetz investiert, wie in diesem Jahr. Davon profitiert auch Marzahn-Hellersdorf“, sagt Dr. Erik Landeck, Geschäftsführer von Stromnetz Berlin, anlässlich der Grundsteinlegung für ein neues 110kV-Umspannwerk in dem Berliner Bezirk. „Damit nimmt ein weiteres großes Investitionsprojekt für den Ausbau des Berliner Stromnetzes sichtbar Fahrt auf und wir werden unserem Anspruch, aber auch unserem Auftrag, auf die wachsenden Bedarfe der wachsenden Stadt frühzeitig zu reagieren, gerecht“, so Dr. Landeck weiter.

Bis 2026 wird auf dem Gelände an der Märkischen Allee das neue Umspannwerk (UW) „UW Poelchaustraße“ mit einer modernen Schaltanlage entstehen. Es soll das in die Jahre gekommene heutige UW Biesdorf Nord in unmittelbarer Nachbarschaft ersetzen und langfristig eine moderne und zuverlässige Stromversorgung der umliegenden Wohnbebauung, aber auch angrenzender Gewerbegebiete sicherstellen.

Vom Startschuss für das Infrastrukturprojekt überzeugte sich heute Juliane Witt persönlich auf der Baustelle. Die Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Umwelt- und Naturschutz, Straßen und Grünflächen erklärt anlässlich der Grundsteinlegung: „Elektrische Energie sichert Lebensqualität. Deshalb freue ich mich, dass Stromnetz Berlin mit dem Bau des neuen Umspannwerks Poelchaustraße in die Zukunft einer sicheren Stromversorgung in Marzahn-Hellersdorf investiert. Dies ist auch Voraussetzung für weitere Stadtentwicklung – und da haben wir in unserem Bezirk noch viel vor. In diesem Sinne wünsche ich beim Bauverlauf gutes Gelingen.“

Stromnetz Berlin will die hohe Versorgungsqualität des größten städtischen Stromverteilungsnetzes Deutschlands langfristig erhalten. Dazu soll auch das neue UW Poelchaustraße dienen. Mit der heutigen Grundsteinlegung startet der Hochbau des Gebäudes, im Jahr 2024 soll Richtfest gefeiert werden. Danach beginnt die elektrotechnische Ausstattung der künftigen Stromverteilungsanlage. So soll nach heutiger Planung im Herbst 2024 der Einbau der Schaltanlage starten, im Frühjahr 2025 wird der erste Trafo erwartet.

Läuft alles nach Plan, geht das neue Werk im Sommer 2026 in Betrieb. Bis dahin wird Stromnetz Berlin hier am Standort etwa 27 Millionen Euro investieren. Die Größe und Leistungsfähigkeit des neuen 110 kV-Umspannwerkes orientiert sich mit 80 Megavoltampere (MVA) an den Wünschen der Kunden im Versorgungsgebiet, an steigenden, aber auch schnell wechselnden Bedarfen der Stromversorgung. So wird das neue Werk mit modernster Schalt- und Steuertechnik ausgestattet. Etwa 47.000 Haushalte und rund 2.300 Gewerbekunden werden davon profitieren. Da die Anlage in die zentrale Steuerung des Berliner Stromnetzes integriert wird, sind im Falle von auftretenden Störungen sehr kurze Wiederversorgungszeiten möglich.

Investitionsoffensive hält an

Der nun gestartete Neubau in Marzahn ist nicht das einzige große Infrastrukturprojekt, das Stromnetz Berlin derzeit umsetzt: Eine Reihe weiterer Netzausbaumaßnahmen, die Modernisierung von Netzanlagen oder die Errichtung leistungsfähiger Kundenanschlüsse für Rechenzentren oder den Ausbau der Elektromobilität werden vorangetrieben. So wurde in diesem Jahr bereits Richtfest für das UW Rollberg in Neukölln gefeiert, vor Kurzem ebenfalls der Grundstein für das neue UW Voltairestraße in Berlin-Mitte gelegt und in Marzahn-Hellersdorf steht das Umspannwerk Wuhletal kurz vor seiner Fertigstellung. Für diese und weitere Projekte zum Ausbau und Erhalt des Verteilungsnetzes der Hauptstadt gibt das Unternehmen 2022 rund 270 Millionen Euro aus. Diese Investitionstätigkeit auf hohem Niveau wird sich auch in den Folgejahren fortsetzen. Insgesamt sind zwischen 2022 und 2026 Investitionen von rund 1,6 Milliarden Euro geplant. Dabei liegt der Fokus von Stromnetz Berlin, dem jüngsten Unternehmen in der „Landesfamilie“, auf den Kernpunkten Versorgungssicherheit, Kundenorientierung und Klimaschutz.

Foto: Griffen bei der Grundsteinlegung zur Kelle, um die Zeitkapsel einzusetzen: Projektleiter Rene Görlitzer, Juliane Witt und Erik Landeck (v.l.)

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