04.09.2014

An die Spaten, fertig, los: Europacity bekommt eigenes Umspannwerk

In der Sellerstraße entsteht ab sofort ein neues 110/10-kV-Umspannwerk für das Berliner Entwicklungsgebiet Europacity. Nach ihrer Inbetriebnahme in rund drei Jahren wird die Anlage das neu entstehende Areal zwischen Hauptbahnhof und Heidestraße mit Elektrizität versorgen. Für das gesamte Vorhaben investiert die Stromnetz Berlin GmbH, der Verteilnetzbetreiber der Hauptstadt, mehr als 30 Millionen Euro.

„Ohne Strom funktioniert natürlich auch im neuen Stadtteil Europacity nichts. Ein eigenes Umspannwerk ist deshalb von enormer Bedeutung für die Entwicklung dieses Areals im Berliner Zentrum. Mit dem Neubau sorgen wir für eine sichere und zuverlässige Stromversorgung von Anfang an“, erklärt Dr. Helmar Rendez, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stromnetz Berlin GmbH, anlässlich des heutigen Spatenstichs.

Der zuerwartende Lastanstieg infolge der Entwicklung des Areals Europacity an der Heidestraße, die Randbebauung rund um den Hauptbahnhof sowie weitereVerdichtungen im Bereich der Chausseestraße und Friedrichstraße sind Gründe für den Neubau eines zusätzlichen Umspannwerks im Herzen Berlins.

Das neue Werk – eines von rund 80 im Berliner Stadtgebiet – wird mit modernster Schaltanlagen-, Übertragungs- und Kommunikationstechnik ausgerüstet und in die Fernüberwachung bzw. -steuerung aus der zentralen Netzleitstelle in Berlin-Tiergarten eingebunden. Die Mitarbeiter der rund um die Uhr besetzten Netzleitstelle erhalten dadurch ein permanentes Lagebild der Netzsituation im Versorgungsgebiet des Umspannwerks. So können sie – falls nötig – schnell aus der Ferne eingreifen. Dies sorgt für eine hohe Versorgungssicherheit im Netzgebiet und trägt außerdem zum Gelingen der Energiewende bei. Nach der Fertigstellung erhalten rund 21.000 Haushalts- und 4.000 Gewerbekunden ihren Strom über die Anlagen dieses Umspannwerkes.

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Nordansicht des fertigen Umspannwerks in der Sellerstraße (Architektur: Heide & von Beckerath) 

Gemäß den architektonischen Vorgaben der Städtebauplanung des Landes Berlin wird das zukünftige Umspannwerksgebäude eine moderne Metall-Profilglas- und Aluminiumglattblech-Fassade erhalten und sich damit in die Bebauung am Standort einfügen.