Stromnetz Berlin veröffentlicht voraussichtliche Netzentgelte 2022

14.10.2021

Effiziente Betriebsführung mindert Netzentgelterhöhung

Berliner Haushalte müssen für das Jahr 2022 mit leicht erhöhten Netzentgelten rechnen. Höhere Kosten und die Investitionen im Berliner Verteilungsnetz führen zu einem moderaten Anstieg, der durch eine solide Geschäftstätigkeit des Unternehmens abgefedert wird.

„Das Berliner Netz ist durch eine sehr effiziente Betriebsführung geprägt. Dies wird auch an der aktuellen Netzentgeltentwicklung spürbar. Wir investieren kräftig und werden unser Investitionsprogramm auch in den Folgejahren auf hohem Niveau fortsetzen. Unter anderem wegen gestiegener Einkaufspreise für Energie, Rohstoffe und Material führt das allerdings unweigerlich zu höheren Kosten, die sich in den veränderten Netzentgelten widerspiegeln. Diese Investitionen von Stromnetz Berlin sind jedoch absolut notwendig, um den wachsenden Anforderungen an ein leistungsfähiges Verteilungsnetz für die Hauptstadt gerecht zu werden,“ so Thomas Schäfer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stromnetz Berlin GmbH, zu den voraussichtlichen Netzentgelten für das Jahr 2022.

Die Netzentgelte für Berliner Haushaltskunden setzen sich auch im Jahr 2022 aus einem unveränderten Grundpreis in Höhe von 39,70 Euro und einem moderat veränderten Arbeitspreis in Höhe von 6,59 Cent je Kilowattstunde (ct/kWh) zusammen. Dazu kommt der Jahrespreis von 8,51 Euro für den Messstellenbetrieb eines klassischen Zählers (Eintarifzähler). Für einen Berliner Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresstromverbrauch von 2.050 kWh bedeutet dies in der Summe eine Mehrbelastung von rund 20 Cent im Monat. Mit rund 1,4 Prozent Erhöhung fällt der Anstieg der Netzentgelte von Stromnetz Berlin deutlich niedriger aus als die mit rund 3 Prozent angekündigte Erhöhung der Netzentgelte aus dem vorgelagerten Übertragungsnetz der 50 Hertz Transmission GmbH.

Die Netzentgelte sind ein Bestandteil des Strompreises und werden über die Stromtarife aller in Berlin tätigen Stromlieferanten gleichermaßen erhoben. Sie machen durchschnittlich etwa ein Viertel des Strompreises aus. Netzentgelte setzen sich zusammen aus den Kosten für den Transport der Elektrizität (Netznutzungsentgelte), den Entgelten für den Betrieb der Zähler, die Verbrauchsmessung und -abrechnung sowie den Kosten des vorgelagerten Übertragungsnetzes. Die Festlegung der Höhe der Entgelte erfolgt nach den Vorgaben der Bundesnetzagentur.

Gemäß § 20 Abs. 1 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) muss die Stromnetz Berlin GmbH bis zum 15. Oktober jeden Jahres die für das Folgejahr ermittelten Entgelte für den Netzzugang im Internet veröffentlichen. Die voraussichtlichen Netzentgelte finden Sie hier. Stromnetz Berlin hat damit alle Lieferanten und Netzkunden über die Anpassung der Netzentgelte informiert. Bei allen veröffentlichten Entgelten handelt es sich um voraussichtliche Entgelte. Bis zum Wirksamwerden am 1. Januar 2022 können sich noch Änderungen ergeben.