Vergütungsanspruch nach KWKG

Nach § 1 des KWKG ist das Ziel dieses Gesetzes, einen Beitrag zur Senkung der jährlichen Kohlendioxidemissionen zu leisten. Erreicht werden soll dies durch den befristeten Schutz und die Modernisierung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen) sowie durch den Ausbau der Stromerzeugung in kleinen KWK-Anlagen und der Markteinführung der Brennstoffzelle im Interesse der Energieeinsparung.

Vergütung und Entgelte für Anlagen nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG)

Bei Anlagen die dem KWKG unterliegen, erfolgt die Vergütung in Abhängigkeit von der Leistung der Anlage und dem Inbetriebnahmejahr. Gefördert werden der Neubau und die Modernisierung von KWK-Anlagen seit 2009 auch über 2 MW. Für beide Fälle gilt jedoch, dass die KWK-Anlage hocheffizient im Sinne der EU-KWK-Richtlinie 2004/8/EG sein muss.

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Einspeisevertrag

Der Einspeisevertrag wird zwischen Ihnen als Erzeuger und der Stromnetz Berlin GmbH als Verteilungsnetzbetreiber geschlossen. Er bildet die Grundlage für die Einspeisung der von Ihrer Anlage erzeugten Energie in das Verteilungsnetz und regelt die Höhe der Vergütung der eingespeisten Energie. Bevor ein Einspeisevertrag abgeschlossen werden kann, muss Ihre Erzeugungsanlage errichtet und von uns als Verteilungsnetzbetreiber abgenommen worden sein.

Die vertragliche Regelung besteht aus folgenden Vertragsteilen:

Abrechnung der eingespeisten Energie

Nach Abschluss des Einspeisevertrages erfolgt die Abrechnung der eingespeisten Energie gemäß den vertraglichen Regelungen.

Für Betreiber kleiner BHKW, die über keine registrierende Leistungsmessung verfügen, stellen wir die nachfolgenden Standardeinspeiseprofile zur Verfügung.

Fragen und Antworten

Hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen zu Anlagen gemäß dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz.

Was versteht man unter einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (KWK-Anlage)?

In einer KWK-Anlage wird z. B. mit einem Verbrenunnungsmotor mechanische Energie (Kraft) und thermische Energie (Wärme) erzeugt. Die mechanische Energie wird mit einem Generator in elektrische Energie umgewandelt. Durch die gleichzeitige Erzeugung und Nutzung von Strom und Wärme (Kopplung) wird gegenüber der separaten Erzeugung ein höherer Wirkungsgrad erzielt.

Was ist ein Blockheizkraftwerk (BHKW)?

Ein BHKW ist eine KWK-Anlage. Die Energie für den Stromgenerator wird in der Regel durch einen Verbrennungsmotor zur Verfügung gestellt. Als Brennstoff können unterschiedliche Primärenergieträger, wie z. B. Diesel, Pflanzenöl, Erdgas oder Biogas zum Einsatz kommen.

Welche Förderprogramme gibt es für KWK-Anlagen?

Je nach Primärenergieträger können unterschiedliche Förderungen in Anspruch genommen werden. Für die Auszahlung auf Grundlage des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) oder des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ist Ihr Netzbetreiber zuständig.

Hierzu stehen wir Ihnen beratend gerne zur Verfügung. Weiterführende Informationen zu KWK-Anlagen nach Maßgabe des EEG, entnehmen Sie bitte unseren Informationen zum EEG auf dieser Seite: Erneuerbare Energien.

Wie lange dauert die Bearbeitung eines Anschlussantrages einer Erzeugungsanlage?

Bei Anlagen bis 30 kW dauert die Beantwortung in der Regel 5 Werktage. In dieser Zeit erhält der Kunde ein Angebot, bzw. eine Bestätigung zur gestellten Anfrage. Voraussetzung hierfür ist das Vorliegen aller benötigten Unterlagen.

Wer muss den Anschlussantrag für eine Erzeugungsanlage beim Netzbetreiber stellen?

Der Antrag kann vom Betreiber der Anlage gestellt werden, wird aber in der Regel vom Errichter gestellt.

Wird ein vorhandener Netzanschluss immer als Einspeisepunkt verwendet?

Es wird grundsätzlich geprüft, ob die Leistung am vorhandenen Anschluss und dem anliegenden Netz aufgenommen werden kann. Ergibt die Netzverträglichkeitsprüfung, dass die Energie am vorhandenen Anschluss aufgenommen werden kann, erhält der Betreiber der Anlage eine Bestätigung. Ansonsten wird geprüft, unter welchen Voraussetzungen die Energie im Verteilnetz aufgenommen werden kann und dann ein entsprechendes Angebot erstellt.

Wann erhalte ich meine Vergütung?

Nach der Inbetriebnahme der KWK-Anlage nach Maßgabe des KWKG, stellt der Einspeiser dem Netzbetreiber folgende Unterlagen zur Verfügung:

  • Inbetriebsetzungsprotokoll mit den Unterschriften des Betreibers und des Errichters der Anlage.
  • Kundeninformationsblatt (enthält die persönlichen Daten des Anlagenbetreibers)
  • Nachweis der Anmeldung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Nach Erhalt der kompletten Unterlagen wird ein Einspeisevertrag erstellt und dem Betreiber übersendet. Nach Abschluss des Vertrages wird die Vergütungszahlung aufgenommen.

Wie hoch ist meine Vergütung?

Die Vergütung der KWK-Anlage nach Maßgabe des KWKG richtet sich nach dem Inbetriebnahmezeitpunkt und der Anlagenleistung. Zur Anrechnung kommen die zum Inbetriebnahmezeitpunkt gültigen Vergütungssätze gemäß dem KWKG.

Entstehen mir Kosten für Zählersetzung etc.?

Die Kosten für die Zählersetzung trägt die Stromnetz Berlin GmbH. Die erforderlichen Elektroinstallationsarbeiten trägt der Anlagenbetreiber. Zusätzlich muss dieser die Kosten für die Messung, den Messstellenbetrieb und die Abrechnung tragen. Die Kosten sind in unserem Preisblatt hinterlegt.

Downloads

Vermiedene Netzentgelte (vNE)

Die Berechnung der vermiedenen Netzentgelte hat gemäß § 35 Abs. 2 EEG nach den Vorschriften des § 18 Abs. 2 und 3 StromNEV zu erfolgen. Zu dessen Anwendung wird auf den VDN-Kalkulationsleitfaden zu § 18 StromNEV vom 03.03.2007 verwiesen.

Preisblatt Refernzpreise vermiedene Netzentgelte (PDF 30 kB)

Skalierungsfaktor svNE und Anteilsfaktor avNE berechnet nach VDN Kalkulationsleitfaden § 18 StromNEV
Jahr Spannungsebene
Hochspannung Mittelspannung Niederspannung

Skalierungs-faktor

svNE

Verhältnis-faktor

avNE

Skalierungs-faktor

svNE

Verhältnis-faktor

avNE

Skalierungs-faktor

svNE

Verhältnis-faktor

avNE

2018 0,51810 1,13112 1,00000 1,18300 1,00000 1,19470

Die Werte zum Skalierungs- und Anteilsfaktor werden jeweils im Juni des Folgejahres veröffentlicht.