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Wie können sich Unternehmen vor Stromausfällen schützen?

Gewerbebetriebe und öffentliche Einrichtungen können sich mit überschaubarem Aufwand besser gegen Stromausfälle absichern. Dadurch können Sie auch Ihre Handlungsfähigkeit bei kritischen Geschäftsprozessen erhöhen.

Mit diesen Maßnahmen können Sie dafür sorgen, dass Ihr Betrieb besser mit Stromausfällen umgehen kann. Eine von uns erstellte Checkliste untersützt Sie dabei, die Resilienz ihres Unternehmens zu optimieren.

Verfügt Ihr Unternehmen zum Beispiel über die Möglichkeit, eine Photovoltaikanlage zu installieren? In Kombination mit einem Batteriespeicher und einer geeigneten Notstrom- oder Ersatzstromfunktion können wichtige Bereiche damit zumindest zeitweise weiterbetrieben werden.

So lassen sich beispielsweise Kommunikationssysteme, IT-Arbeitsplätze, Sicherheitsanlagen oder andere geschäftskritische Anwendungen auch bei einem Stromausfall aufrechterhalten.

Bitte beachten:

Änderungen an der Gebäudeinstallation sollten niemals allein vorgenommen werden, sondern ausschließlich durch ein qualifiziertes Elektroinstallationsunternehmen.

Suchen Sie ein Elektroinstallationsunternehmen?

Nutzen Sie bitte die Suchfunktion in unserem Installateur­-Service-Portal.

Optimierung der Gebäudeinstallation

Als Eigentümer*in können Sie die Elektroinstallation in Ihrer Immobilie durch eine Fachfirma anpassen lassen, sodass Sie während eines Stromausfalls zumindest für eine gewisse Zeit versorgt bleiben.

Prüfen Sie bitte, welche Ihrer Prozesse geschäftskritisch sind, welche Systeme jederzeit verfügbar sein müssen und welche Abhängigkeiten daraus entstehen.

Hinweis zur Ersatzstromversorgung

Steht eine einphasige Ersatzstromversorgung zur Verfügung, werden die wichtigsten Verbraucher in Ihrem Gebäude weiterhin versorgt. Dadurch bleiben Sie auch bei einem Stromausfall handlungsfähig.

Steht eine dreiphasige Ersatzstromversorgung zur Verfügung, können die betrieblichen Prozesse in der Regel sogar ohne größere Einschränkungen fortgeführt werden.

Dabei sollten Sie immer auch Ihre Betriebsprozesse im Blick haben und Prioritäten setzen, um handlungsfähig zu bleiben.

Anschluss von mobilen Stromquellen

Um netzunabhängige Stromquellen wie zum Beispiel Notstromaggregate in Ihre Hausinstallation zu integrieren, müssen Sie Vorkehrungen treffen.

Die Nachrüstung in Bestandsgebäuden ist oftmals aufwendig und kostenintensiv.

Bei Neubauten oder anstehenden Modernisierungen können die erforderlichen Maßnahmen hingegen effizient und wirtschaftlich umgesetzt werden.

PV-Anlage mit Batteriespeicher / Inselbetrieb

Wenn Sie als Eigentümer*in Ihre PV-Anlage mit einem Batteriespeicher mit inselfähigem Wechselrichter kombinieren, haben Sie eine eigene Notstromversorgung, an die Sie die wichtigsten Verbraucher anschließen können.

Hinweis zur Ersatzstromversorgung mit Batteriespeicher:

Damit die Ersatzstromversorgung optimal funktioniert, muss die Elektroinstallation Ihres Gebäudes entsprechend vorbereitet sein.

So kann der Batteriespeicher bei einem Stromausfall die wichtigsten Anlagen und Stromkreise weiterhin versorgen.

Notstromversorgung für Ihr Gewerbe

Eine Notstromversorgung sichert bei einem Stromausfall die unterbrechungsfreie oder schnelle Weiterversorgung kritischer elektrischer Verbraucher.

Stationäre Notstromanlage

Hierbei handelt es sich um eine fest installierte Ersatzstromversorgungsanlage. Sie kann die Stromversorgung eines oder mehrerer Teile der elektrischen Kundenanlage aufrechterhalten.

Die Anlage übernimmt bei Ausfall des öffentlichen Stromnetzes die Versorgung definierter Verbraucher und ist dauerhaft mit der elektrischen Anlage verbunden. 

Die Anforderungen richten sich unter anderem nach DIN VDE 0100-560 sowie den technischen Anschlussregeln VDE-AR-N 4100 und VDE-AR-N 4105.

Mobiles Aggregat: Anschluss vorbereiten

Die elektrische Anlage in Ihrem Betrieb verfügt über einen fest installierten Einspeise­punkt mit Netz-/Aggregat-Umschalteinrichtung zur Aufnahme eines mobilen Stromerzeugers. Im Ereignisfall kann dadurch zeitnah ein mobiles Notstromaggregat angeschlossen werden. 

Dabei sind unbedingt die einschlägigen VDE-Bestimmungen und technischen Anschlussregeln zu beachten. Darüber informiert Sie Ihr Elektroinstallationsunternehmen.

Hinweis zur Sicherheitsstromversorgung:

Sofern sicherheitsrelevante Verbraucher wie Notbeleuchtung, Brandmeldeanlagen, Lüftungsanlagen, Aufzüge oder medizinische Geräte versorgt werden, handelt es sich um eine Stromquelle für Sicherheitszwecke gemäß DIN VDE 0100-580. Auch dazu sollten Sie sich mit Ihrer Elektroinstallationsfirma abstimmen.

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Checkliste: Maßnahmen zum Schutz vor Stromausfällen für Gewerbebetriebe

Mit diesen fünf Schritten können Sie die Resilienz in Ihrem Unternehmen optimieren:

1. Vorsorgebedarf und nötige Leistung klären

2. Konzept mit Anlagentyp erstellen

3. Machbarkeit klären (Platz und Installation)

4. Genehmigung, Anmeldung und Umsetzung

5. Netzausfalltest und Wartung

Weitere Informationen zu Stromausfällen für Gewerbetreibende

Damit Sie auch bei einem längeren Stromausfall für einige Zeit handlungsfähig bleiben können, finden Sie hier weitere Informationen:

BBK-Leitfaden: Notstromversorgung in Unternehmen und Behörden

VDN-Richtlinie für Planung, Errichtung und Betrieb von Anlagen mit Notstromaggregaten

Resilienz für Haushalte

Sie möchten auch privat Vorsorge treffen? Auf unserer Seite "Resilienz für Haushalte" haben wir einige Maßnahmen bereitgestellt, um sich auf eine Versorgungsunterbrechung vorzubereiten.