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Projekt im Zeitplan: Richtfest für Umspannwerk Amalienhof 

Ersatzneubau für Anlage ist eines von drei Stromnetz-Berlin-Projekten in Spandau

12.10.2026 

Stromnetz Berlin verstärkt weiter das Netz in Berlin. Ein aktueller Schwerpunkt dafür ist weiter Spandau. Gleich drei Umspannwerksprojekte gibt es zurzeit im Bezirk. Für den Ersatzneubau des Umspannwerks (UW) Amalienhof an der Schmidt-Knobelsdorff-Straße war heute (12.10.2026) Richtfest. Damit ist das Projekt, für das genau vor einem Jahr der Grundstein gelegt wurde, weiter voll im Zeitplan. Das neue Werk soll im Frühjahr 2031 in Betrieb gehen und ersetzt den bestehenden 70er-Jahre-Bau am selben Standort. Das Altwerk wird bis 2032 verschwinden.  

Einen symbolischen Nagel schlugen zum Richtfest Spandaus Bezirksstadtrat für Bauen, Planen, Umwelt- und Naturschutz, Thorsten Schatz, Dr. Severin Fischer, Aufsichtsratsvorsitzender von Stromnetz Berlin, Stephan Boy, Geschäftsführer der Berlin Energie & Netz Holding GmbH, und Stromnetz Berlin-Geschäftsführer Dr. Erik Landeck in einen Balken.   

Bezirksstadtrat Thorsten Schatz: „Ein wachsender Bezirk braucht eine leistungsfähige Infrastruktur. Das gilt für Schulen, Straßen und Wohnungen genauso wie für eine sichere und zukunftsfähige Stromversorgung. Mit dem Ersatzneubau des Umspannwerks Amalienhof schafft Stromnetz Berlin dafür wichtige Voraussetzungen. Dass das Projekt im Zeitplan liegt, ist eine gute Nachricht für Spandau und für die weitere Entwicklung unseres Bezirks.“

Dr. Severin Fischer, Aufsichtsratsvorsitzender und Staatssekretär für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Stromnetz Berlin investiert rund 50 Millionen Euro in das neue Umspannwerk Amalienhof und damit in die Zukunft unserer Stadt. Unsere Wirtschaft, unsere Mobilität, aber auch unsere Wärmeversorgung werden zunehmend elektrifiziert. Wir erleben außerdem Neuansiedlungen und Standorterweiterungen unserer Unternehmen, die mit zusätzlichen Strombedarfen einher gehen. Dafür brauchen wir ein Stromnetz, das mitwächst: Bis 2035 wird sich die Höchstlast im Vergleich zu heute verdoppeln. Projekte wie Amalienhof schaffen dafür die Voraussetzungen. Als Land Berlin stärken wir unseren Netzbetreiber Stromnetz Berlin finanziell, damit das Unternehmen den Netzausbau zügig und im notwendigen Umfang voranbringen kann. Eine zuverlässige und leistungsfähige Stromversorgung ist die Grundlage für ein klimaneutrales Berlin, ein wichtiger Standortvorteil und die Voraussetzung für Investitionen und weiteres Wirtschaftswachstum.“

Dr. Erik Landeck, Vorsitzender der Geschäftsführung von Stromnetz Berlin: „Ausbau und Modernisierung unseres Netzes sind die Schlüssel für eine widerstandsfähigere Infrastruktur. Das ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die wir in enger Partnerschaft mit dem Land und den Bezirken umsetzen. Spandau unterstützt uns bei unseren Vorhaben mit pragmatischen Lösungen und kreativen Vorschlägen. Ein besonderes Beispiel ist die Renaturierung eines Grundstücks direkt neben dem Umspannwerk Amalienhof.“

Stromnetz Berlin investiert in das Umspannwerks-Projekt rund 50 Millionen Euro. Das Altwerk aus den 70er-Jahren hat das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Besonderheit ist, dass der 25 mal 30 Meter große Neubau nur knapp 80 Zentimeter neben dem Altwerk und bei laufendem Betrieb errichtet wird. Das neue UW erhält eine für Berlin und die Energieversorgung typische Klinkerfassade. Ihre Errichtung ist wegen der Nähe zum Altwerk sehr herausfordernd. Dank modernster Technik wird der Neubau etwas kompakter als sein Vorgänger und hat im Inneren trotzdem noch ausreichend Platz für Erweiterungen.  

UW Amalienhof wird künftig viele Tausend Haushalte im Umfeld mit Strom versorgen. Bis Februar 2027 soll das Gebäude fertig sein. Dann ziehen nach und nach die elektrischen Anlagen ein. Im Herbst 2031 soll das neue Werk seinen Betrieb aufnehmen. Anschließend wird der Vorgänger zurückgebaut.   

Der Standort direkt neben dem im Bezirk bekannten Biotop “Orchideenwiese” ist für Stromnetz Berlin ein besonderer, den das Unternehmen schützen und bewahren helfen möchte. So wird das Regenwasser vom Dach des neuen UWs auf die Wiese geleitet, um die einzigartige Flora und Fauna zu erhalten. Zudem ist das neue Gebäude für Dachbegrünung sowie eine Dach-Solaranlage ausgelegt. Als Renaturierungsmaßnahme für den Bau hat Stromnetz Berlin alte Schuppen auf einem Nachbargrundstück fachgerecht abgerissen und entsorgt. Dadurch wird das Biotop „Orchideenwiese“ erweitert. Zum Schutz der Vögel erhält die Fassade integrierte Nistkästen. 

Stromnetz Berlin informiert bereits seit Beginn des Projekts Anfang 2024 und während der gesamten Bauzeit im Rahmen eines Bürger*innendialogs vor Ort über den Bau. Die Anwohnenden erhalten regelmäßig Informationen aus erster Hand.